Dienstag, 1. März 2016

Ist gebraucht werden das, was ich wirklich brauche?


"Caput" Malerei: AW


Manche von uns landen immer wieder im gleichen emotionalen Projekt. Es heißt: Ich muss mich um kaputte Menschen kümmern, ich muss ihnen  helfen, ich muss ihre Probleme lösen, ich muss für sie da sein, ich muss für sie leben. Wenn wir immer wieder in einem solchen Projekt landen, könnten wir uns fragen: Ist gebraucht werden das, was ich wirklich brauche? Bringt gebraucht werden mir, was ich wirklich brauche?
Und dann könnten wir die Antwort abwarten. Zum Beispiel indem wir darüber meditieren. Sitzen und darüber meditieren.
Über diese Fragen:
Ist gebraucht werden das, was ich wirklich brauche?
Bringt gebraucht werden mir das, was ich wirklich brauche?
In der Stille sitzen, eine Weile und abwarten, ohne Druck, ohne Erwartung, abwarten was kommt.
Und wenn dann kommt: Lass mal den emotionalen Ballast anderer fallen. Lass mal ein Vakuum entstehen. Für eine Weile, vielleicht sogar für eine lange Weile.
Mach den Raum frei, lass Platz in deinem Leben. Ohne zu erwarten, einfach den Raum frei machen vom ewigen Kümmern.
Und wenn wir das tun, wird Erstaunliches passieren, denn das Universum mag kein Vakuum. Es wird den Raum füllen mit etwas, das uns besser dient, als immer nur anderen dienlich zu sein.

 ...
 
Dir verTRAUEN. Auf Deinen eigenen Füßen stehen. Mit Deinen eigenen Augen sehen. Deine eigenen Wege gehen. Mit Deinen eigenen Händen begreifen. Mit Deinen eigenen Gedanken bedenken. Mit Deinen eigenen Gefühlen fühlen. Mit Dir selbst leben. Dich selbst achten. Dich selbst lieben.

Meditationstext von Werner Sprenger

Kommentare:

  1. Hilflose Helfer fällt mir spontan dazu ein, liebe Angelika. Wo wir selber der Hilfe bedürfen, sehen wir auch das Leid der Anderen und machen deren Leid zu unserem.
    Ich schreibe das, ohne zu richten oder zu hinterfragen. Es scheint mir so ein wichtiges Thema zu sein, das in unser aller Leben immer wieder erscheint.

    Liebe Grüße
    Erika

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